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- Geschäftsjahr SFV 2021

Geschäftsbericht neu digital 
Wir stellen den Geschäftsbericht des SFV digital zur Verfügung. Die Umstellung auf die zur Verfügungsstellung einer digitalen Ausgabe und der Verzicht auf die gedruckte Form ist vielen Gründen geschuldet: Zum Ersten folgen wir dabei dem Beispiel vieler Unternehmen, die schon rein aus finanziellen Gründen auf die gedruckte Form eines Geschäftsberichtes verzichten, zum Zweiten stellen wir fest, dass das Interesse an unserem gedruckten Geschäftsbericht ausserhalb eines engeren Kreises, wie den Präsidenten der kantonalen Verbände, recht eingeschränkt ist. Natürlich bieten wir - wie bei solchen Situationen immer - allen Interessierten die Möglichkeit, den Bericht bei uns in gedruckter Form abzurufen. Wir erstellen dann eine Kopie des Dokumentes im Internet und stellen das Papier per Post zu.

Geschäftsbericht 2021

Zentralpräsident Laurent Wehrli zum Geschäftsjahr 2021

Wie Sie wissen, hat es auch 2021 zahlreiche Umbrüche gegeben, zum einen aufgrund der COVID-19-Krise, zum anderen aber auch aufgrund von Veränderungen im Team des Schweizerischen Feuerwehrverbandes (SFV). Erfreulicherweise aber war der Grundauftrag der Feuerwehr auch in diesem Jahr in der ganzen Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein dank Ihnen allen, liebe Feuerwehrkameradinnen und ‑kameraden vollumfänglich gewährleistet. Wir haben wieder einmal bewiesen, dass wir als Angehörige der Feuerwehr mit Krisen umzugehen wissen und in diesen unruhigen und schwierigen Zeiten die richtigen Lösungen suchen und finden konnten.

Hierfür gebührt Ihnen mein aufrichtiger Dank. Im gleichen Zug möchte ich auch all denjenigen, die selbst oder deren Familien unmittelbar von COVID-19 betroffen waren, mein tiefes Mitgefühl und das des Zentralvorstands aussprechen.

Aktivitäten des SFV
2021 konnten allen Widrigkeiten zum Trotz die strategischen Ziele des SFV weiterverfolgt werden. Diese umfassen:

  • Vertretung der Angehörigen der Feuerwehr (AdF) und Würdigung ihres Engagements in allen relevanten Bereichen und politischen Entscheidungen;
  • Angebot qualitativ hochwertiger Schulungen und Kurse zwecks Optimierung der Arbeit der AdF;
  • Ansprechpartner sein in materiellen, verwaltungstechnischen oder organisatorischen Fragen.

In diesem Sinne engagiert sich der SFV auch weiterhin für alle AdF in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein.

Mit Blick auf das erste Ziel haben wir insbesondere unsere Interventionen fortgesetzt, nicht nur auf Ebene der eidgenössischen Parlamentarier in Form der regelmässigen Treffen der parlamentarischen Kerngruppe Feuerwehr (PKF), sondern auch unmittelbar bei der für das VBS zuständigen Bundesrätin und zahlreichen Vorstehern und Vorsteherinnen von Bundesämtern, etwa beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz oder beim ASTRA, und natürlich auch bei den Rettungstruppen der Armee.

Im Hinblick auf das zweite Ziel hat der SFV 2021 eine strategische Entscheidung getroffen und in den Kauf der Chemiewehrschule Zofingen investiert. Die Eigentümer dieser privaten Einrichtung hatten nämlich beschlossen, diesen Ausbildungsort zu verkaufen. Ohne die Entscheidung des SFV hätte dieses einzigartige Trainingszentrum für Feuerwehren geschlossen werden müssen, was einen herben Verlust für diesen besonderen und unverzichtbaren Bereich der Feuerwehrausbildung bedeutet hätte. Diese Beschaffungsmassnahme ändert jedoch nichts am strategischen Ziel des SFV, Kurse und Schulungen vor Ort, direkt in den Feuerwehrkasernen oder in der Region durchzuführen und damit lange und unnötige Wege zu vermeiden. 

Vor dem Hintergrund der notwendigen Vorsichtsmassnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie waren wir gezwungen, das anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des SFV in Partnerschaft mit den Rettungstruppen der Armee und anderen Instanzen vorgesehene Fachseminar zu Naturkatastrophen in Wangen an der Aare zunächst zwei Mal zu verschieben und dann gänzlich abzusagen. Die Idee, ein solches Treffen zu veranstalten, ist jedoch nicht vom Tisch und sobald es die COVID-19-Lage zulässt, werden wir erneut in die Planung einsteigen.

Die Jubiläumsabschlussveranstaltung hingegen konnten wir wie geplant am 9. Oktober 2021 im Bundeshaus durchführen, Auch wenn wir die Anzahl der Vertreter der Kantonalverbände und der Gäste begrenzen mussten, bot diese Feier zahlreichen Vertretern die Möglichkeit, Grussworte an die Angehörigen der Feuerwehr und den SFV zu richten. So sprachen der Präsident der Vereinigten Bundesversammlung, Nationalrat Andreas Aebi, der Direktor der Gebäudeversicherung des Kantons Zug und Präsident der Feuerwehr Koordination Schweiz (FKS), Richard Schärrer, der Ständerat und Präsident des Schweizerischen Gemeindeverbandes (SGV), Hannes Germann sowie der Stadtpräsident von Bern und Vorstandsmitglied des Schweizerischen Städteverbandes (SSV), Alec von Graffenried. Auch Vertreter aus den Reihen des SFV, so der Präsident des Feuerwehrverbandes des Kantons Solothurn und Vorsitzende der Präsidentenkonferenz, Philipp Stierli, der Dienstchef von Schutz und Rettung der Stadt Lausanne (SPSL) und Präsident der Schweizerischen Vereinigung der Berufsfeuerwehren, Sylvain Scherz sowie meine Wenigkeit durften bei diesem wichtigen Anlass zu Wort kommen. Unter Einhaltung der COVID-19-Regeln konnten die Anwesenden auch einige gesellige Momente verbringen, was sie besonders zu schätzen wussten.

Das Team der Geschäftsstelle
Im letzten Jahr hat es auch im Team der Geschäftsstelle in Gümligen eine Reihe von Veränderungen gegeben. Unser Direktor Urs Bächtold ist nicht mehr im Amt und Thomas Widmer, stellvertretender Direktor, hat die Aufgabe ad interim übernommen. Des Weiteren haben auch Sylvain Joccalaz und Nadia Hurban ihre Ämter niedergelegt. Durch Neueinstellungen soll das Team ergänzt werden.

Der Zentralvorstand verfolgt diese Personalfragen aufmerksam, da ein guter Mitarbeiterstab für den reibungslosen Ablauf der Arbeit des SFV im Hinblick auf die Erfüllung seiner Aufgaben im Dienste aller Angehörigen der Feuerwehr in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein von entscheidender Bedeutung ist.

Dynamische Partnerschaften
Wie bereits in den vergangenen Jahren möchte der SFV als dynamischer Partner auftreten, denn „gemeinsam sind wir stärker und können wir die Interessen der AdF besser vertreten“. Die innere Stärke des SFV gründet auf der aktiven und stabilen Beziehung zwischen den Angehörigen der Berufs- und Milizfeuerwehren ebenso wie zwischen den Ortsfeuerwehren und Kantonalverbänden.

Die Beziehungen zur FKS sind sehr wichtig. Der SFV wird sein Engagement für eine enge Zusammenarbeit unter Wahrung der Strukturen und jeweiligen Aufträge fortsetzen. Aufgabe des SFV ist es, die Frauen und Männer zu vertreten, die sich mehrheitlich als Angehörige der Milizfeuerwehr das ganze Jahr über rund um die Uhr für die Sicherheit ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger einsetzen, und sie in ihren Aufgaben und Verantwortungsbereichen zu unterstützen. Ungeachtet einiger Schwierigkeiten, die aber schnell überwunden werden konnten, hat diese Zusammenarbeit auch 2021 bestens funktioniert, auch mit Blick auf die Koordinierung der COVID-19-Massnahmen in den Feuerwehren und ihren Organisationen.

Der SFV wird auch seine engen Beziehungen mit den anderen Partnern des Bevölkerungsschutzes – Polizei, Sanität, Zivilschutz, technische Dienste, Armee – aufrechterhalten und vertiefen. Sei es mit Blick auf die Definition der Zusammenarbeit im Einsatz oder die Auswahl bestimmter Geräte beziehungsweise Verfahren, der Dialog ist unabdingbar.

Auch auf internationaler Ebene unterhalten wir zahlreiche Beziehungen und Partnerschaften. Hier ist der SFV ebenfalls sehr aktiv und möchte seine Beziehungen noch weiter ausbauen, sei es mit den Feuerwehrverbänden der Nachbarländer, mit denen wir eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit aufbauen möchten, oder mit den Organisationen auf europäischer Ebene, mit denen wir den Erfahrungsaustausch stärken und gemeinsame europäische Normen definieren wollen. Unser Engagement beim CTIF ist neben anderen direkten Kontakten ein wichtiger Beitrag, um diese Ziele zu erreichen. COVID-19bedingt waren 2021 zweifellos viele Begegnungsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Dennoch gab es dank der neuen digitalen Techniken regelmässige Kontakte, etwa in Form von Online-Meetings.

Schluss
In dieser Überzeugung und im festen Willen zum Engagement hat der SFV auch in diesem Jahr die Interessen der Feuerwehrleute in der ganzen Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein vertreten und damit seinen Nutzen und die Bedeutung seiner Rolle klar aufzeigen können; diese wurde im Übrigen bei diversen Gelegenheiten hervorgehoben.

Die Tatsache, dass 2021 innerhalb des SFV so viel umgesetzt werden konnte, ist das Ergebnis des erklärten Willens und der klaren Strategie der Instanzen unseres Verbandes sowie der harten Arbeit zahlreicher Personen. Ihnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt, insbesondere denen, die sich in unseren diversen Verbandsstrukturen engagieren – allem voran im Zentralvorstand, in der Präsidentenkonferenz, in den Versammlungen, in der Geschäftsprüfungskommission, in der Kommission Versicherung AdF, in anderen Kommissionen und Arbeitsgruppen, in den kantonalen Verbänden, in der Vereinigung Schweizerischer Berufsfeuerwehren etc. – ebenso wie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SFV-Geschäftsstelle. Wir denken insbesondere an unsere erkrankten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wünschen ihnen eine schnelle und vollständige Genesung.

Dank gebührt selbstverständlich auch in diesem Jahr wieder all denjenigen, die sich im Dienste am Nächsten engagieren, ebenso ihren Familien, die sie in diesem Engagement für unsere Länder, ihre Einwohner, die Unternehmen und Behörden unterstützen. Anders als viele glauben mögen, ist dieser Einsatz keine Selbstverständlichkeit. Er ist mit Opfern verbunden. Umso mehr gilt es, diesen Einsatz einmal mehr zu würdigen.

Laurent Wehrli
Zentralpräsident des Schweizerischen Feuerwehrverbandes