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- Geschäftsjahr SFV 2018

Geschäftsbericht neu digital 
Ab diesem Jahr stellen wir den Geschäftsbericht des SFV digital zur Verfügung. Die Umstellung auf die zur Verfügungsstellung einer digitalen Ausgabe und der Verzicht auf die gedruckte Form ist vielen Gründen geschuldet: Zum Ersten folgen wir dabei dem Beispiel vieler Unternehmen, die schon rein aus finanziellen Gründen auf die gedruckte Form eines Geschäftsberichtes verzichten, zum Zweiten stellen wir fest, dass das Interesse an unserem gedruckten Geschäftsbericht ausserhalb eines engeren Kreises, wie den Präsidenten der kantonalen Verbände, recht eingeschränkt ist. Natürlich bieten wir - wie bei solchen Situationen immer - allen Interessierten die Möglichkeit, den Bericht bei uns in gedruckter Form abzurufen. Wir erstellen dann eine Kopie des Dokumentes im Internet und stellen das Papier per Post zu.

Geschäftsbericht 2018

Zentralpräsident Laurent Wehrli zum Geschäftsjahr 2018

Ziele für alle und mit allen Angehörigen der Feuerwehr
Der Schweizerische Feuerwehrverband (SFV) hat sein Engagement im Dienste der rund 90'000 Frauen und Männer, die sich als Angehörige der Feuerwehr in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein für ihre Nächsten einsetzen, fortgesetzt. Die in unserem strategischen Plan festgelegten Prioritäten bleiben weiterhin gültig: Aus- und Weiterbildung, Kommunikation, Solidarität und dynamische Partnerschaften. 

Aus- und Weiterbildung
Um die mit den Einsätzen verbundenen Gefahren zu minimieren und die Sicherheit der Einsatzkräfte im Dienste der Bevölkerung zu erhöhen, müssen wir uns permanent weiter fortbilden. Dies war und ist der erklärte Wille des SFV auch für das Jahr 2018. Der Erfolg der angebotenen Kurse zeigt, dass die Feuerwehrleute aller Dienstgrade verstanden haben, wie wichtig die Aus- und Weiterbildung ist. Wie auch in den vergangenen Jahren hat sich der SFV bei der Auswahl der Themen am bestehenden, von den Feuerwehren angemeldeten Weiterbildungsbedarf orientiert. Damit die betroffenen Personen leichter an den Kursen teilnehmen können, finden diese im Übrigen häufig vor Ort statt. Da der SFV zudem strukturell eng mit der Basis verknüpft ist, kann er Aus- und Weiterbildungsmodule anbieten, die exakt an den Feuerwehrbedarf von heute und morgen angepasst sind. Der SFV bringt in dieses Projekt seine Fachkenntnis und Kompetenz aus dem Bereich der Erwachsenenbildung sowie seinen Einblick in den Bedarf der örtlichen Feuerwehren ein, die in den SFV-Instanzen unmittelbar vertreten sind. Dementsprechend ist die Kompetenz des SFV bei den Partnern unumstritten. Vor diesem Hintergrund wird der SFV sein Angebot an Spezialkursen, die eine hohe Wertschätzung erfahren, fortsetzen.

Kommunikation
Die Kommunikation spielt eine immer wichtigere Rolle, sowohl extern als intern, sowohl mit Blick auf die eher klassischen als auch auf die elektronischen Medien. Regelmässig wurde der SFV von verschiedenen Medien um Stellungnahme ersucht, insbesondere zu Fragen der Rekrutierung und der Beziehungen zwischen den Arbeitgebern und den bei ihnen angestellten Angehörigen der Milizfeuerwehren. Der SFV hat zudem für zahlreiche Gelegenheiten zum intensiven Dialog mit den Vertretern der verschiedenen Sicherheitspartner und Politikern gesorgt. Aus diesen Gesprächen entwickeln sich unter Beachtung unserer gegenseitigen Aufträge so manche Gemeinschaftsprojekte und -vorhaben, von denen alle AdF profitieren.   2018 hat der SFV seine Vorbereitung der Feierlichkeiten zu seinem 150-jährigen Bestehen, die von Juni 2019 bis Juni 2020 stattfinden werden, fortgesetzt. Diese in verschiedenen Teilen der Schweiz organisierten Veranstaltungen sind allesamt als Informations-, Sensibilisierungs- und Rekrutierungsmassnahmen für und von Feuerwehrleuten konzipiert. Das Programm verspricht eine dem Anlass angemessene Feier!

Partnerschaften
Wie bereits in den vergangenen Jahren möchte der SFV als dynamischer Partner auftreten, denn „gemeinsam sind wir stärker und können wir die Interessen der AdF besser vertreten“. Die innere Stärke des SFV gründet auf der aktiven und stabilen Beziehung zwischen den Angehörigen der Berufs- und Milizfeuerwehren ebenso wie zwischen den Ortsfeuerwehren und Kantonalverbänden. Die Beziehungen zur Feuerwehrkoordination Schweiz (FKS) sind sehr wichtig. Der SFV wird sein Engagement für eine enge Zusammenarbeit unter Wahrung der Strukturen und jeweiligen Aufträge fortsetzen. Aufgabe des SFV ist es, die Frauen und Männer zu vertreten, die sich mehrheitlich als Angehörige der Milizfeuerwehr das ganze Jahr über rund um die Uhr für die Sicherheit ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger einsetzen. Der SFV wird auch seine engen Beziehungen mit den anderen Partnern des Bevölkerungsschutzes – Polizei, Sanität, Zivilschutz, technische Dienste, Armee – aufrechterhalten und vertiefen. Sei es mit Blick auf die Definition der Zusammenarbeit im Einsatz oder die Auswahl bestimmter Geräte bzw. Verfahren, der Dialog ist unabdingbar. Auch auf internationaler Ebene unterhalten wir zahlreiche Beziehungen und Partnerschaften. Hier ist der SFV ebenfalls sehr aktiv und möchte seine Beziehungen noch weiter ausbauen, sei es mit den Feuerwehrverbänden der Nachbarländer, mit denen wir eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit aufbauen möchten, oder mit den Organisationen auf europäischer Ebene, mit denen wir den Erfahrungsaustausch stärken und gemeinsame europäische Normen definieren wollen. Unser Engagement beim CTIF ist neben anderen direkten Kontakten ein wichtiger Beitrag, um diese Ziele zu erreichen.

In dieser Überzeugung und im festen Willen zum Engagement hat der SFV auch in diesem Jahr die Interessen der Feuerwehrleute in der ganzen Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein vertreten und damit seinen Nutzen und die Bedeutung seiner Rolle klar aufzeigen können; diese wurde im Übrigen bei diversen Gelegenheiten hervorgehoben, insbesondere von mehreren Staatsräten, die mit Brandschutzaufgaben betraut sind, oder auch auf internationaler Ebene dank dem Engagement zahlreicher schweizerischer Verantwortlicher in diversen Instanzen oder Konferenzen. Die Tatsache, dass 2018 innerhalb des SFV so viel umgesetzt werden konnte, ist das Ergebnis des erklärten Willens und der klaren Strategie der Instanzen unseres Verbands sowie der harten Arbeit zahlreicher Personen. Ihnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt, insbesondere denen, die sich in unseren diversen Verbandsstrukturen engagieren – allem voran im Zentralvorstand, in der Präsidentenkonferenz, in den Versammlungen, in der Geschäftsprüfungskommission, in der Kommission Hilfskasse, in anderen Kommissionen und Arbeitsgruppen, in den kantonalen Verbänden, in der Vereinigung Schweizerischer Berufsfeuerwehren etc. – ebenso wie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SFV-Geschäftsstelle, besonders dem Direktor Urs Bächtold und dem stellvertretenden Direktor Walter Pfammatter an der Spitze. Dank gebührt selbstverständlich auch all denjenigen, die sich im Dienste am Nächsten engagieren, ebenso ihren Familien, die sie in diesem Engagement für unsere Länder, ihre Einwohner, die Unternehmen und Behörden unterstützen. Anders als viele glauben mögen, ist dieser Einsatz keine Selbstverständlichkeit. Er ist mit Opfern verbunden. Umso mehr gilt es, diesen Einsatz einmal mehr zu würdigen.

Laurent Wehrli
Zentralpräsident Schweizerischer Feuerwehrverband