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Bekleidung

Normen der Schutzbekleidung

EN 420:2003+A1

Schutzhandschuhe - Allgemeine Anforderungen und Prüfverfahren

Einführung:

Diese Norm legt die für alle Schutzhandschuhe anzuwendenden relevanten Prüfverfahren und die allgemeinen Anforderungen zu Gestaltungsgrundsätzen, Handschuhkonfektionierung, Widerstand des Handschuhmaterials gegen Wasserdurchdringung, Unschädlichkeit, Komfort und Leistungsvermögen sowie die vom Hersteller vorzunehmende Kennzeichnung und vom Hersteller zu liefernden Informationen fest.

Anforderungen an die Kennzeichnung:

Handschuhkennzeichnung

Jeder Schutzhandschuh muss mit folgenden Angaben gekennzeichnet sein:

a) Name, Handelsmarke oder andere Erkennungsmerkmale des Herstellers oder seines bevollmächtigten Repräsentanten;

b) Handschuhbezeichnung (Handelsname oder Code, der dem Anwender die eindeutige Identifizierung des Produkts innerhalb des Sortiments des Herstellers oder bevollmächtigten Repräsentanten erlaubt);

c) Größenbezeichnung

d) falls erforderlich, Kennzeichnung des Verfalldatums

e) wenn der Handschuh einer oder mehreren spezifischen Europäischen Normen entspricht, das (die) entsprechende(n) Piktogramm (e). 

Die Kennzeichnung muss deutlich sichtbar, lesbar und über die vorhersehbare Gebrauchszeit unauslöschbar angebracht sein.

Sofern die Kennzeichnung auf dem Handschuh im Hinblick auf die Produkteigenschaften nicht möglich ist, ist sie auf der Verpackung anzubringen. 

 

Kennzeichnung der Verpackung

Jede kleinste Verpackungseinheit, welche den Handschuh unmittelbar enthält, muss eindeutig mit den nachfolgenden Angaben gekennzeichnet sein:

a) Name und volle Anschrift des Herstellers oder seines autorisierten Repräsentanten

b) Handschuhbezeichnung (Handelsname oder Code, der dem Anwender die eindeutige Identifizierung des Produkts innerhalb des Sortiments des Herstellers oder bevollmächtigten Repräsentanten erlaubt)

c) Größenbezeichnung

d) falls erforderlich, Kennzeichnung des Verfalldatums

e) Hinweis, wo die Informationen des Herstellers zu erhalten sind

f) sofern es sich um einen einfachen Handschuh handelt, der „nur bei minimalen Gefahren“ (siehe Definition) angewendet werden darf, muss dies so oder in einer entsprechenden Formulierung auf der Packung angegeben sein.

 

Definition «Nur bei minimalen Gefahren»: 

Diese Kategorie deckt ausschließlich Handschuhe ab, die den Benutzer schützen gegen:

mechanische Tätigkeit, die nur oberflächliche Auswirkungen hat (Gartenhandschuhe usw.);

oder schwach wirkende bzw. in der Wirkung nachlassende Reinigungsmaterialien (Handschuhe zum Schutz

gegen verdünnte Reinigungslösungen usw.); oder Gefahren durch Handhaben heißer Komponenten, die den Benutzer Temperaturen nicht über 50 °C oder

gefährlichen Stößen aussetzt; oder atmosphärische Einflüsse, die weder außergewöhnlich noch extrem sind (jahreszeitliche Kleidung); oder

geringe Stöße und Vibrationen, die nicht lebenswichtige Bereiche des Körpers beeinflussen und deren Einwirkung keine irreparablen Beschädigungen hervorruft.

 

Kennzeichnung des Verfallsdatums

Falls die Schutzwirkung eines Handschuhs durch Alterung deutlich beeinträchtigt wird, ist das Verfallsdatum auf dem Handschuh und der Verpackung anzugeben.

Information des Herstellers:

Folgende Mindestinformationen müssen beigefügt werden, wenn die Schutzhandschuhe auf den Markt gebracht werden. Sie müssen weiterhin für Rückfragen verfügbar gehalten werden:

a) Name und volle Anschrift des Herstellers oder seines autorisierten Repräsentanten.

b) Handschuhbezeichnung (Handelsname oder Code, der dem Anwender die eindeutige Identifizierung des Produkts innerhalb des Sortiments des Herstellers oder bevollmächtigten Repräsentanten erlaubt).

c) Information über verfügbare Handschuhgrößen.

d) Verweis auf die relevanten Europäischen Normen.

e) Falls zutreffend, Piktogramme.

0: besagt, dass der Handschuh unter die Mindestleistungsstufe für eine vorgegebene einzelne Gefahr fällt. 

X: besagt, dass der Handschuh nicht geprüft wurde oder die Prüfung aufgrund des Handschuhmaterials oder der Handschuhgestaltung für diesen Handschuh nicht anwendbar ist.

Weiterhin sind grundsätzliche Erklärungen beizufügen, um das Verstehen der wichtigsten Leistungsstufen zu unterstützen. Die Normen, auf die sie sich beziehen, sind anzugeben.

 

 

Quelle: EUROPÄISCHE NORM EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG, Schutzhandschuhe - Allgemeine Anforderungen und Prüfverfahren, EN 420:2003+A1, Management-Zentrum: Avenue Marnix 17, B-1000 Brüssel

EN 659:2003+A1:2008 (D)

Feuerwehrschutzhandschuhe

 

Einleitung:

Geeignete Feuerwehrschutzhandschuhe ermöglichen Feuerwehrleuten, längere Zeit unter gefährlichen

Bedingungen zu arbeiten. Es ist jedoch nicht möglich, die Leistungsstufen, die sich aus den Laborprüfungen ergeben, mit den Schutzstufen unter den tatsächlichen Benutzungsbedingungen in Beziehung zu setzen, da bei den thermischen Gefahren und bei nassen und trockenen Bedingungen starke Abweichungen möglich

sind.

 

Anwendungsbereich:

Diese Europäische Norm legt Mindestanforderungen und Prüfverfahren für Feuerwehrschutzhandschuhe fest. Diese Europäische Norm gilt nur für Feuerwehrschutzhandschuhe, die die Hände bei normalen Feuerbekämpfungstätigkeiten einschließlich Bergung und Rettung schützen.

Diese Feuerwehrschutzhandschuhe sind nicht für Arbeiten mit flüssigen Chemikalien vorgesehen, sie bieten einen gewissen Schutz bei versehentlichem Kontakt mit Chemikalien.

Feuerwehrschutzhandschuhe für besondere Feuerbekämpfungstätigkeiten sind außerhalb des Anwendungsbereiches dieser Norm.

 

Allgemeine Anforderungen:

Feuerwehrschutzhandschuhe müssen mit Ausnahme der Mindestlänge, die wie unten in der Tabelle ersichtlich festgelegt wird, den allgemeinen Anforderungen der EN 420 entsprechen.

 

 Mindestlänge des Feuerwehrschutzhandschuhs

 

Handschuhgrösse

6

7

8

9

10

11

Passend für Handgrösse

Handgrösse  6

 

Handgrösse  7

 

Handgrösse  8

 

Handgrösse  9

 

Handgrösse  10

 

Handgrösse  11

 

Mindestlänge des Handschuhs  in mm

260

270

280

290

305

315

 Wasserdurchgangswiderstand (optional)

Falls für das Einsatzfeld erforderlich, muss der Wasserdurchgangswiderstand des Materials für den

Feuerwehrschutzhandschuh nach folgenden Prüfverfahren geprüft werden:

- für Leder: nach EN ISO 20344:2004, 6.13,Ergebnisse sind nach nach der untenstehenden Tabelle wiederzugeben.

- für Textilien: nach EN 20811. Ergebnisse sind nach EN 20811 wiederzugeben.

 

 

Leistungsniveau — Wasserdurchgangswiderstand

nach EN ISO 20344:2004, 6.13"

 

Leistungsniveau

Zeit bis zum Wasserdurchtritt

(min)

 

1

30

2

60

3

120

4

180

  

Piktogramm für Feuerwehren                                                           

 

Informationen des Herstellers:

Die Informationen des Herstellers müssen dem entsprechenden Abschnitt der EN 420 entsprechen.

Diese Europäische Norm wurde im Rahmen eines Mandat, das dem CEN von der Europäischen Kommission und der Europäischen Freihandelszone erteilt wurde, erarbeitet und unterstützt grundlegende Anforderungen der EG-Richtlinie 89/686/EWG.

prEN 469:2013 (D

Schutzkleidung für die Feuerwehr - Leistungsanforderungen für Schutzkleidung für die Brandbekämpfung

 

Einleitung

Der Zweck dieser Europäischen Norm ist die Festlegung von Mindestleistungsanforderungen an Schutzkleidung für Feuerwehrangehörige. In dieser Europäischen Norm sind zwei Leistungsstufen für die Leistungsanforderungen 6.3, 6.4, 6.12 und 6.13 angegeben:

-thermische Schutzstufe 2 (gekennzeichnet mit X2) ist die höhere Schutzstufe und vorgesehen zum Schutz von Feuerwehrangehörigen z. B. bei der Brandbekämpfung in Gebäuden;

-thermische Schutzstufe 1 (gekennzeichnet mit X1) ist die niedrigere Schutzstufe und vorgesehen zum Schutz von Feuerwehrangehörigen bei der Brandbekämpfung außerhalb von Gebäuden.

Diese Europäische Norm dient nicht dazu, Gesetzgebung, Käufer oder Hersteller zu hindern, die Mindestanforderungen zu überschreiten.

 

Anwendungsbereich

Diese Europäische Norm legt die Mindestleistungsanforderungen an Schutzkleidung fest, die bei der Brandbekämpfung getragen werden soll, mit Ausnahme von Schutzkleidung, die bei der Brandbekämpfung im Freien (EN 15614) oder bei spezialisierter Brandbekämpfung (EN 1486) getragen wird. Die Schutzkleidung bietet jedoch einen minimalen Schutz gegen einige ausgewählte Chemikalien.

In dieser Europäischen Norm werden die allgemeine Ausführung der Kleidung, die grundlegenden Leistungsstufen der verwendeten Materialien, die bei der Bestimmung dieser Leistungsstufen anzuwendenden Prüfverfahren, die Kennzeichnung sowie die Herstellerinformationen aufgeführt. Die erforderlichen Leistungsstufen können durch Verwendung eines oder mehrerer Kleidungsstücke erreicht werden.

Diese Europäische Norm deckt auch Gefährdungen durch zufällige Spritzer von flüssigen Chemikalien oder brennbaren Flüssigkeiten ab, umfasst jedoch nicht spezielle Kleidung, die in anderen hochgefährdeten Einsatzbereichen, z. B. reflektierende Schutzkleidung, Verwendung.

 

Allgemeines

Sämtliche Materialzusammenstellungen müssen geprüft werden, indem die Flamme auf die Oberfläche des Außenmaterials aufgebracht wird, mit Ausnahme der Prüfung der begrenzten Flammenausbreitung der Oberfläche des Innenfutters (6.2) und der Prüfung des Wasserdampfdurchgangswiderstands (6.13).

  

Exigences de performance et codes de marquage

 

Eigenschaft

 

 

 

 

 

 

Anzuwen-dender Abschnitt

Index oder Faktor

Stufe 1

Kenn-zeich-nung

Stufe 2

Kenn-zeich-nung

Flammenausbreitung

 

6.2

 

Index 3 in EN ISO 14116

 

Index 3 in EN ISO 14116

 

Wärmeübergang (Flamme)

6.3

 

HTI 24

 

9,0

 

 

X1

 

13,0

 

 

X2

 

HTI 24-12

3,0

4,0

 

Wärmeübergang (Strahlungswärme)

6.4

 

RHTI 24

10,0

18,0

RHTI 24-12

3,0

4,0

Verbleibende Zugfestigkeit

6.5

 

450 N

 

450 N

 

Wärmewiderstand

6.6

 

 

Einlaufen ≤ ± 5 %

Kein Entzünden

Kein Schmelzen

 

Einlaufen ≤ ± 5 %

Kein Entzünden

Kein Schmelzen

 

Zugfestigkeit

6.7

 

 

 

 

 

Außenmaterial

 

 

450 N

 

450 N

 

Nähte

 

 

225 N

 

225 N

 

Weiterreißfestigkeit

6.8

 

25 N

 

25 N

 

Oberflächenbenetzung

6.9

Sprüh-rate

 ≥ 4

 

≥ 4

 

Maßänderung

6.10

gewebt gewirkt

≤ ± 3 %

≤ + 5%

 

 

≤ ± 3 %

≤ + 5 %

 

 

Wasserdichtigkeit

6.12

 

< 20 kPa

Y1

20 kPa

Y2

Wasserdampfdurchgangswiderstand

 

6.13

 

> 30 m²

< 45 Pa/W

Z1

 

Z2

 

Kennzeichnung

Die Anforderungen an die Kennzeichnung müssen den Festlegungen nach ISO 13688 und nach Abschnitt 7 entsprechen.

Schutzkleidung für die Feuerwehr nach dieser Europäischen Norm muss auf oder neben dem Piktogramm, das am Kleidungsstück angebracht ist, mit Nummer und Ausgabedatum dieser Europäischen Norm gekennzeichnet werden, d. h. EN 469:XXXX.

Falls die Anforderungen dieser Europäischen Norm durch eine Kombination von Bekleidungsstücken erfüllt werden, muss dies auf den Etiketten aller zusammengehörenden Bekleidungsstücke kenntlich gemacht werden sowie der Hinweis enthalten sein, dass alle Kleidungsstücke zusammen getragen werden müssen.

Die Schutzstufe, die bei den Prüfungen nach 6.3, 6.4, 6.12 und 6.13 erreicht wird, ist auf dem an der Kleidung angebrachten Piktogramm anzugeben.

Das verwendete Piktogramm muss Bild 1 entsprechen.

 

Bild 1 — Graphisches Symbol ISO 7000 — 2418

 

 

 

 

Bestimmung der physiologischen Wirkung der Schutzkleidung bei der Brandbekämpfung in Gebäuden

Schutzkleidung für die Brandbekämpfung in Gebäuden kann eine schwerwiegende physiologische Wirkung auf den Träger haben. Wenn dies in einer Risikobeurteilung ermittelt wird, ist es wichtig, dass physiologische Prüfungen (Wärme) vorgenommen werden, um die Eignung der ausgewählten Kleidung unter den vorgesehenen Verwendungsbedingungen sicherzustellen.

 

Zusammenhang zwischen dieser Europäischen Norm und den grundlegenden Anforderungen der EU-Richtlinie (89/686/EWG)

Diese Europäische Norm wurde im Rahmen eines Mandates, das dem CEN von der Europäischen Kommission und der Europäischen Freihandelszone erteilt wurde, erarbeitet, um ein Mittel zur Erfüllung der grundlegenden Anforderungen der Richtlinie nach der neuen Konzeption 89/686/EWG bereitzustellen.